Sonntag, 27. Februar 2011
Big Love, Staffel 5, Folge 1+2 (USA 2011, HBO)
So, nun müssen sie also out in the open leben, die sündigen Polys. Interessant, wie aus der ex-negativo Perspektive die in den ersten vier Staffeln ausbuchstabierte "Epistemologie des Verstecks" (nach Kosovky-Sedgwick) konturiert wird: wer offen seine "Andersheit" lebt, hat natürlich auch mit offen geäußerten Ressentiments zu kämpfen (surprise!); diejenigen, die selbst in the closet leben, sind oft diejenigen, mit den grössten Phobien (internalisierte Polyphobie); schliesslich: die Grenzen der eigenen Existenz, die im Versteck durch die genau gezogene Grenze zur Öffentlichkeit gezogen wurde, muss neu verhandelt werden. Worin besteht nun diese Existenz und Identität, wenn nicht aus der Logik des Versteckens? Wer würde da nicht zu den angestammten Problembewältigungsstrategien greifen: Weinflasche (Barb), Gemeinheit (Niki the Snake), Verleugnung ("all-will-be-fine-Marge"). Big Love ist in vielerlei Hinsicht höchst interessant - die Art und Weise, wie Identitätspolitik verhandelt wird, ist jedoch für eine queere Perspektive mit Sicherheit die Spannendste - weil so wohl bekannte...
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