Neulich, bei mir zu Hause: Ich sah die letzte Folge der fünften Staffel meiner Sommerserienlektüre, Friday Night Lights http://www.imdb.com/title/tt0758745/, an. Titel der Episode: "Always" (sic!). Während der 10minütigen amerikanischen Montage, die nahe allzu Figuren, die jemals in der Serie aufgetreten sind, nochmal Revue passieren lässt, heulte ich Rotz und Wasser. Während der Schlusstitel fühlte ich mich leer. Verlassen. Traurig.
Nie wieder würde ich Coach Eric Tayler bei seinen Pep Talks für die Teenie-Footballer beobachten, nie wieder seiner schöne, perfekte, kompetente, und nur manchmal in ihrer Hausfrauenpsychologie nervenden Tami bewundern. Nie wieder würde ich meinen love-interest Tyra (sie musste ohnehin in der dritten Staffel aussteigen. Warum??) anschmachten können, nie wieder die pickeligen Jungs, die sich vergeblich um sie bemühen, verachten können. Ich werde nun nie erfahren, wie Erics und Tamis Tochter Julie die Universität übersteht, ob sie mit Matt wirklich zusammenbleiben wird und wann sie schwanger wird (schon im 1. oder erst im 2. Semester?). Ich werde nicht erfahren, ob Buddys Sohn ("Buddy Jr.") sein Drogenproblem in Texas auskurieren könnte, und vor allem werde ich nicht wissen, wie Tims Haus aussehen wird, das er grade zu bauen beginnt. Ganz zu schweigen davon, wie das neue super-Team (the best of the Lions and the Panthers) bei den High-School-State-Championships abschneiden wird.
Ich werde mir diese Serie definitiv nicht mehr anschauen (ist mir überhaupt unverständlich, dieses Re-Visioning; doch dazu ein andermal), damit ich dieses Trauma der letzten Folge (sie heisst "Always" - ich muss es nochmal sagen) nicht nochmal durchstehen muss.
Ich muss, bis ich eine neue Serie starte, auch einige Zeit verstreichen lassen. Kann FNL nicht gleich mit was anderem ersetzen.
Dass die serielle Erzählweise trotz des Medienwechsels seit dem 17. Jahrhundert (oder schon seit viel früher) die selben Emotionen bei den addicts zeigtigt, ist erstaunlich. Dass diese Erkenntnis bei der Trauerarbeit nicht viel nützt, ist jedoch schmerzlich.
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