Mittwoch, 2. Januar 2013

Borgen, endlich

Nachdem alle borgen schon gesehen haben, beginnt nun auch endlich diese seriensüchtige damit. Schön, wie die ganzen Schweden- und Dänen Krimis auch hierzulande ein Personal von SchauspielerInnen bekannt gemacht haben, die man in borgen wiedersieht. Schön auch, wie flott die Dialoge geschrieben sind, Westwing lässt Grüßen. Dass die stilistisch visualisierte Realitätsnähe zu wünschen übrig lässt, ist vielleicht dem serienbeginn geschuldet und der noch nicht ganz eingetretenen Suspension of Disbelief: dass sich ein Premierminister derart ohnmächtig von einer VISA-Kartenrechnung zu Fall bringen lässt, dass eine Parteiführerin noch nicht weiß, dass Verhandlungsführung vom Kopf des Tisches unternommen werden muss, und dass ihr Good Husband für jede Stresssituation nicht nur gute Ratschläge (die eigentlich in ihrem Parteiprogramm stehen müssten, zB dass sich Frauen bei Jobinterviews unter ihrem Wert verkaufen) sondern auch noch authentisch wirkende Sexangebote parat hat, ist schon ziemlich krass gebrochene Verisimilität der kulturellen Wirklichkeit der Serie. Aber lets see. Die Lust aufs weiterschauen ist dennoch groß.

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