Donnerstag, 4. Oktober 2012

Neue Drogen

Gibt es was schöneres als spätnächtens auf einer medienwissenschaftlichen Tagung sachdienliche Hinweise für neue suchtmittel zu bekommen? "Hit and Miss", mit chloe sevigny als auftragskiller-transe. Bald auf diesem Kanal. Danke Melanie.

Staffelanfang Bsp Homeland

Die Vorlieben bezüglich des Beginns einer neuen, sagen wir einer zweiten, Staffel gehen bekanntermaßen auseinander. Während die einen den unmittelbaren Anschluss an die vorherige staffel lieben und möglichst keine Inkongruenz von erzählzeit und erzählter zeit wollen - das heißt die Senderäume zwischen zwei Staffeln wegfiktionalisiert sehen mögen, schätzen die anderen, wie ich, eine repräsentation der zeitdifferenz zwischen der letzten Episode der alten staffel und der neuen Episode einer neuen Staffel ungemein. Es ist doch viel spannender, das Spiel des clue guessings wieder erneut aufnehmen zu müssen und erst nach und nach zu erfahren was in der nicht dargestellten Handlung, die aber ja ohne unser zuschauen den Figuren irgendwie zugesetzt hat, passiert ist, wie sich die Figuren entwickelt haben und welche weichen in der Digest gestellt wurde.

Bravo also für Homeland, Staffel 2. Der Faden wird nach vielleicht einem halben Jahr wieder aufgenommen, es wurde uns erspart zu sehen, was Carrie durchmacht in der Hingabe an den völligen Vertrauensverlust ihrer eigenen Wahrnehmung. Wir erahnen dass es eine schmerzlicher weg war, etwa an der Besorgnis ihre schwester, der Ärztin, als Carrie wieder hineingeworfen wird in diese leben voller übereinander geschichteter Doppelbödigkeiten. Am Sonntag gibt's die zweite Episode.

Sonntag, 23. September 2012

The Newsroom Staffel 1 Episode "Bullies"

Die Demonstration dass Will ein wirklicher "Bullie" des Interviews ist erfolgt natürlich mit einem Interviewpartner der nicht nur schwarz sondern auch schwul ist.
 
Immer noch dient also Homosexualität am besten dazu, Lebenslügen und widersprüchliche Moralvorstellungen aufzudecken, in diesem Fall bei einem schwarzen schwulen Republikaner. Schaurig gut.

Montag, 17. September 2012

Game of Thrones

Die Kreuzung aus Borgias und Herr der Ringe. Bemerkenswert: die vielen Arten mit einem Mittelalterlichen Schwert den Tod eines Feindes herbeizuführen: Kopf abschlagen, von oben nach unten aufschlitzen, von unten nach oben aufschlitzen, Körper in der Mitte zerteilen, Schwert von oben in den Kopf stechen, mit dem Schwert von vorne ins Gesicht stechen, einen Fuß abhacken und dann von hinten in den Körper stechen, mehrere Köpfe auf einmal abschneiden, mehrere Körper auf einmal durchstechen. Ausserdem bemerkenswert: die Geburt der Drachen aus den versteinerten Dracheneiern. Dass es sogar in diesem mittelalter swashbuckle splatter-trash (die zwei hintereinander ohne unterlass gesichteten staffeln verschafften der Autorin hohes Schauvergnügen) ein schwules Paar gibt, wundert natürlich gar nicht. Dass der eine der beiden der "flowery knight" ist, der hippyesque zum Turnier erscheint und voller Intrige und Hinterlist den Turnierchamp besiegen kann, verwundert auch gar nicht. Dass sein schicker schwuler Freund den Machtanspruch stellt und König werden will, dann schon eher. Doch um dem Klischee gerecht zu werden, wird ihm das natürlich versagt (schwuler König, wo gibts denn so was). Er wird nämlich zuvor mit dem Schwert... nein, gar nicht wahr, er wird ja von einem seltsamen schwarzen Wesen erwürgt. Die Penetration mit dem Schwert wäre dann doch zu schräg gewesen.