Sonntag, 13. März 2011

Im Angesicht des Verbrechens (D 2010), Episode 1-3

Hab beim Schauen viel über deutschen Realismus versus amerikanischen Realismus nachgedacht. Mir scheint, als ob die amerikanische Quality-Serie an sich (haha) mehr Möglichkeiten schaffen und nützen würde, gesellschaftspolitische Diskurse in die Erzählung einzubinden. Die Darstellung der Mafia-durchdrungenen deutschen Polizei böte ja wahrlich zahllose Gelegenheiten, Themen wie Chancengleichheit, ungeoutete schwule Polizisten, radikale oder zumindest untraditionelle Männer-Frauen-Verhältnisse usw. auszuschlachten. Wir sehen maximal eine frisch Geschiedene, die zur Feier des Tages einen flotten Dreier mit den zwei feschen Kollegen absolviert und das Klischee vom korrupten, untreuen Polizistenehemann... Der Polizeijüngling russischer Abstammung, der an der Scheide zwischen Gut und Böse steht, ist gefühlsmässig auch schon 100 Mal im Tatort-Fernsehen zu sehen gewesen. Andererseits tuts mal wieder gut nach der vielen puritanischen-US-Prüderie knackige nackte Männerhintern unter der Dusche zu sehen.....

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