Samstag, 14. Juni 2014

NYC - Nashville

Beim Frühstücks-Blick auf den Central Park entsinne ich mich dieses Blogs und denke: der perfekte Ort, um endlich wiedermal zu posten. Jedoch keine NYC Serie sondern "Nashville" war/ist die aktuelle Droge der Wahl.

Endlich, endlich ist Connie Britton (siehe Eintrag "Serientrauerarbeit/Friday Night Lights") Star und nicht Co-Star (und Wife). Als Queen of Country schupft sie stets cool und kompetent den Laden, der aus 2 Kindern, Ex-Mann, Ex-Lover, new Lover und Manager besteht. Es ist einfach wunderbar, ihr zuzuschauen, wie sie bei sich bleibt, wenn die junge Schlagerstar-Hoffnung zur Konkurrenz wird. Frau Britton hat die Serie mitproduziert, was vielleicht der Grund dafür ist, dass ihre Figur Ryna James so un-ambivalent gut ist. Nervenaufreibend gut manchmal, und nur für eingefleischte CB Fans (ich) erträglich.
Byproduct (funny: eigentlich Hauptsache) der Nashville-Sucht: ein Country Afficionadamento. Die Serie fädelt in der ersten Episode die erste Country-Nummer dramaturgisch so geschickt ein, dass am Ende der Folge, wenn dann so richtig musikalisch losgelegt wird, so etwas wie eine Wunscherfüllung passiert: man wollte schon 40Minuten lang hören, worum das alles hier geht, womit das viele Geld gemacht und die harten Intrigen angezettelt werden, weshalb Lieben in die Brüche gehen und Leidenschaften entflammen. In Nashville.
Ach, und bevor ich es vergesse: dass dies eine all-whitey-serie ist, dem ami-nationalismus gefröhnt wird, ironiefrei die Army bewundert und Schwule ein echt hartes Leben haben ist irgendwie selbstredend. Schliesslich werden hier die Imagines des "Country" seriell erzählt.