Montag, 19. September 2011
Das Netz des seriellen Erzählens
Das serielle Erzählen ist mit einem Netz zu vergleichen, das, gleich welchen Inhalts, die selben Verzweigungen nimmt, nach den selben Regeln der Figureneinführung, Entwicklung, usw. funktioniert und das durch die ganz bestimmte Dramaturgie der aufeinanderfolgenden Einzelfolgen einen festen Halt gibt. Je mehr Serien man schaut, so scheints mir, desto deutlicher erscheint dieses Netz und desto verschwommener geraten die jeweiligen Sujets, Figuren, Handlungsstränge. Nach der 10 Episode von "The Borgias" meine ich mich eigentlich in "Big Love" zu befinden: die religiöse Patchworkfamilie. Ob Mormonenunternehmer oder römisch-katholischer Papst, ob Zweit- und Drittfrau oder Kurtisane und Mätresse. Ausserdem sieht die Darstellerin von Lukretia Borgia Amanda Seyfried aus BL zum Verwechseln ähnlich. Zugegeben, die fetten Hummer-Autos der Compound sind mit den feschen Hengsten des Vatikans schwer zu vergleichen. Aber zu vorgerückter Stunde fliesst selbst das ineinander....
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